Vikers Viking "LTU" (Maquette - 1:72)


Die Vickers VC.1 Viking der Vickers-Armstrongs (Aircraft) Ltd. war das erste nach dem Zweiten Weltkrieg in Großbritannien neu gebaute Passagierflugzeug. 1944 begannen die Ingenieure bei Vickers mit der Konstruktion des Musters auf der Grundlage des vom Ministry of Supply herausgegebenen Pflichtenheftes, welches eine Transportausführung des Wellington-Bombers forderte. Von diesem Muster wurde für die Viking der gesamte Außenflügel mit den beiden Triebwerken sowie das Fahrwerk unverändert übernommen.

Bei der LTU standen zwischen 1956 und 1963 eine Viking IA und vier Viking IB (Seriennummern 9/109, 150, 217, 222, und 223) im Einsatz. Die hier gezeigte D-BABY war eine Vickers 610 Viking Mk. 2 (c/n 150) und wurde durch die LTU am 13.02.1957 von Dragon Airways gekauft. Am 15.08.1963 erfolgte der Verkauf an Air Ferry.


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Der Bausatz:
Eigentlich besteht der Bausatz, wie übrigens auch das Original, aus zwei verschiedenen Fliegern.
Während Tragflächen, Höhenruder, Motoren und Fahrwerk von dem Vikers Wellington-Bomber stammen, wurde der Rumpf der Viking hinzugefügt. Leider in einer sehr mäßigen Qualität, so das viel Nacharbeit von Nöten war um ihn überhaupt verwenden zu können.
Das gleiche galt für die Propeller, die nicht nur völlig unbrauchbar, sondern für meine Maschine der LTU auch noch falsch waren. Abhilfe kam aus der Restekiste eines Freundes in Form zweier Propeller einer Revell F-4U Corsair. (Raimund, dafür besten Dank !)
Da die Bauanleitung aus nur zwei DIN A4-Seiten bestand, gestaltete sich der Bau ansonsten sehr übersichtlich.


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Der beiliegende Decalbogen ließ den Bau einer Maschine der britischen King`s Flight, sowie der British European Airways zu.
Da ich eine Maschine der LTU bauen wollte, Lufthansa oder Condor kamen auch noch in die engere Wahl, mußten die Decals selber erstellt werden. Hierzu konnte ich große Teile der von mir schon gebauten LTU - Bristol 170 und LTU - DC-4 nutzen, da die Lackierungen teilweise identisch waren. (Gerd - Danke für die Hilfe bei der Decalerstellung.)

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Abschließend gesagt:
Ein mittlerweile sehr selten zu bekommender Bausatz, bei dessen Fertigstellung viel Anpassungsarbeit geleistet werden muß. Reichlich Spachtel ist ebenfalls von Nöten, da die Tragflächen so gar nicht an den Rumpf passen wollten.
Trotz aller Klippen wurde die Viking ein sehr schönes Modell, mit dem wieder eine Lücke meiner LTU-Maschinen geschlossen wurde.