Lockheed L-1011 Tristar 500 "LTU" (Doyusha) 1:100


Mit der L-1011 Tristar wollte Lockheed den Markt der mittelgroßen Großraumflugzeuge erobern. Doch mit insgesamt nur 250 hergestellten Flugzeugen wurde die Tristar kein kommerzieller Erfolg. Mehr noch: Enttäuscht vom schwachen Absatz seines Flaggschiffs zog sich Lockheed vollständig aus der zivilen Luftfahrt zurück. Am Flugzeug selbst lag es nicht: Es war bei Passagieren wie bei den Besatzungen sehr beliebt.

Die Tristar wurde 1972 zum Dienst zugelassen. Sie bot Platz für 256 bis 400 Passagiere. Lockheed schob 1978 auch noch die langstreckentaugliche Variante 500 nach.

Die von mir gebaute Tristar 500 (D-AERV) flog bei LTU von April 1989 bis Februar 1994. Zu Beginn war die Maschine noch mit einer besonderen Bemalung versehen, die aus Resten der United (weisser Rumpf) bestand. Dies wurde aber später geändert. Der Erstflug dieser Tristar Version: L1011-385-3-500 (Baunummer: msn 193Y-1195) fand am 09.02.1981 statt.

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Der Bausatz:
Über die Qualität der 1:100 Doyusha-Bausätze habe ich wohl bei meinen anderen Airlinern genug berichtet. Daher hier nur die Fakten, die zum Umbau in dei Langstreckenversion 500 nötig waren.
Das Wichtigste war wohl das Kürzen des Rumpfes. Vor den Tragflächen mußten 2,55 cm und dahinter 1,57 cm herausgesägt werden. Ausserdem besitzt die 500er eine abfallende Finne unterhalb des Triebwerkes auf dem Rumpfrücken. Auch diese Änderung mußte hinzugefügt werden. Zu guter Letzt wurde die Spannweite der Tragflächen noch erhöht, indem auf jeder Seite 1,37 cm angepasst wurden.
Um ganz genau zu sein hätte jetzt noch der Flügelkasten im Übergang zum Rumpf verändert werden müssen. Auf diese "Totaloperation" habe ich aber dann doch verzichtet.



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Da ich jetzt nicht irgendeine Tristar 500 der LTU bauen wollte, sondern einen Kontrast zu meiner älteren LTU Tristar haben wollte, stachen mir gleich Fotos der D-AERV ins Auge, die für einige Zeit mit einer besonderen Lackierung unterwegs war. Da dem Bausatz nur Decals der Fluggesellschaft ANA beilagen habe ich die benötigten mittels dem Computer selber erstellt, bzw. auf die Dateien meiner sersten Tristar zurückgegriffen.








Abschließend gesagt:
Den Bau dieser LTU Maschine schwebte mir schon lange vor. Leider wird die Beschaffung der 1:100 Doyusha Airliner immer schwieriger und teurer. Da überlegt man es sich dann zweimal, bevor man mit der Säge an diese immer selten werderen Stücke rangeht.
Rückblickend betrachtet hat der Umbau aber Abwechslung in meiner Airline - Flotte gebracht und sich somit gelohnt. Da die LTU ihre Heimatbasis bekanntlich in Düsseldorf hat - wohin es für mich ein Katzensprung ist - habe ich die Tristars und ihren besonderen Triebwerks-Sound noch in lebhafter Erinnerung. Von daher war es mir ein Bedürfnis noch eine dieser Maschinen nachzubauen.