Lockheed L-1011 Tristar "LTU" (Doyusha) 1:100


Mit der L-1011 Tristar wollte Lockheed den Markt der mittelgroßen Großraumflugzeuge erobern. Doch mit insgesamt nur 250 hergestellten Flugzeugen wurde die Tristar kein kommerzieller Erfolg. Mehr noch: Enttäuscht vom schwachen Absatz seines Flaggschiffs zog sich Lockheed vollständig aus der zivilen Luftfahrt zurück. Am Flugzeug selbst lag es nicht: Es war bei Passagieren wie bei den Besatzungen sehr beliebt.

Die Tristar war auf Basis einer Ausschreibung von American Airlines entwickelt worden, die eine Verkehrsmaschine mit hoher Sitzplatzkapazität für die Kurz- und Mittelstrecken gewünscht hatte. Dieselbe Ausschreibung hatte Douglas zur Entwicklung seiner DC-10 geführt. Beide Hersteller kamen zu einem ähnlich Grundkonzept mit drei Triebwerken. Tristar und DC-10 wurden damit zu direkten Wettbewerbern.

Die Tristar wurde 1972 zum Dienst zugelassen. Sie bot Platz für 256 bis 400 Passagiere. Lockheed schob kurze Zeit später auch noch eine langstreckentaugliche Variante 500 nach. Insgesamt wurden 249 Maschinen verkauft. 1984 lief die Produktion - mangels weiterer Bestellungen - aus.
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Der Bausatz:
Wieder ein toller Bausatz von Doyusha, der allerdings einiger kleiner Änderungen bedarf. So sind z.B. die Auslaßdüsen der Triebwerke zu lang und müssen gekürzt werden. Der zweite Fehler betrifft die Notausgangstüre hinten am Rumpf, kurz vor dem Höhenleitwerk. Diese Türen sind viel zu groß, sollten verschliffen und neu graviert werden. Ansonsten besticht der Bausatz aber durch gute Passgenauigkeit.
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Die von mir gebaute Tristar mit dem Kennzeichen D-AERI (Seriennummer 103L-1114) kam am 13. März 1977 zur LTU und flog dort bis 1991. Da dem Bausatz nur Decals einer anderen Fluggesellschaft beilagen habe ich die benötigten mittels dem Computer selber erstellt.





In der Nacht zum 27. Juni 1991 fing die D-AERI während Wartungsarbeiten in der Halle 8 des Düsseldorfer Flughafens Feuer und brannte völlig aus. Sie wurde anschließend innerhalb von 14 Tagen abgewrackt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Maschine ca. 42800 Flugstunden und 16560 Landungen hinter sich gebracht.




Abschließend gesagt:
Langsam wird es voll hier. Der fertige Tristar hat schließlich eine Länge von gut 55 cm und eine Spannweite von 52 cm. Trotzdem, hat der Bau viel Spaß gemacht und dabei ist ein imposantes Modell entstanden.
Da die LTU ihre Heimatbasis bekanntlich in Düsseldorf hat, konnte ich früher oft miterleben, wie die Tristars morgens im Steigflug ihren Zielen entgegen flogen, um am späten Nachmittag wieder einzuschweben. Von daher war es mir ein Bedürfnis eine dieser Maschinen nachzubauen.