LVG C.VI (Wingnut Wings) 1:32


Nach den enttäuschen Leistungen der LVG C.IV musste LVG in Lizenz Typen anderer Hersteller produzieren. Es lag daher im Geschäftsinteresse der Firma, so schnell wie möglich die eigen Entwicklungsarbeit voranzutreiben, um die kostspieligen Lizenzgebühren zu sparen. Dipl.-Ing. Willi Sabersky-Müssigbrodt, dem neuen Chefingenieur der Firma, winkte daher bei Erfolg eines neuen Typs pro gelieferter Maschine eine Provision von 150 RM. Sabersky arbeitete mit Hochdruck an einem neuen Flugzeugtyp, dem LVG C.VI (Werksbezeichnung D.XV). Tatsächlich machte der Prototyp bei der Vorstellung bei der Abnahmekommission in Berlin-Adlershof am 24. Dezember 1916 einen guten Eindruck, zumal die positiven Erfahrungen aus dem Bau der DFW C.V in die Konstruktion eingeflossen waren. Auch der Motor, ein überkomprimierter 200 PS Benz Bz.IVü, zeigte viel versprechende Leistungen. Der kastenförmigen Kühler wurde an der oberen Tragfläche angebracht.


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Zwischen April 1917 und März 1918 wurden ca. 1.250 C.V bestellt, ab August 1917 aber bereits an einem weiter verbesserten Typ, dem LVG C.V gearbeitet. Der C.V war eines der größten von der Fliegertruppe verwendeten Zweisitzer, das neue Flugzeug sollte nun kompakter und leichter sowie aerodynamisch verbessert werden. Der C.VI hatte einen in dem etwas höher gebauten Rumpf sauber verkleideten Motor, eine Propellerhaube, größere Seiten- und Höhensteuer und zunächst Tragflächenkühler, dann jedoch Windhoff-Seitenkühler, die die Besatzung bei Treffern weniger durch das kochend-heiße umherspritzende Wasser gefährdeten. Weitere Änderungen und Vereinfachungen sollten die Produktion effizienter gestalten.




Der Bausatz:
Wie schon die vorher gebaute Junkers J1 sehr sauber gegossene Teile mit hoher Detaillierung und eine einzigartige Aufmachung der Bauanleitung. Farbig gezeichnete Bauabschnitte und als Highlight auch noch Originalfotos. Der Bau war dank der hervorragenden Passgenauigkeit völlig problemlos.

Leider liegt dem Bausatz kein Material für die Verspannung bei, so das ich auf 0,2mm Stahldraht zurückgegriffen habe. Sehr zeitaufwendig gestaltete sich die Aufbringung der beiliegenden Decals mit dem Muster der Tragflächen und des Höhenleitwerkes. Hier mußte jeder Streifen einzelnd zugeschnitten und angepasst werden. Anschließend dann das Ganze nochmal für die helleren Verstärkungsabdeckungen der Stoffränder.


Abschließend gesagt:
Wie schon die Junkers J1 von Wingnuts Wings, ein weiteres Highlight des Herstellers aus New Zealand. Sehr detailliert, passgenau und relativ kostengünstig für den Gegenwert.