GeeBee R1 Racer (Williams Bros. Inc.) 1:32


Die Granville Gee Bee R-1 war ein Flugzeug der aus fünf Brüdern bestehenden US-amerikanischen Firma Granville Brothers Aircraft, die nacheinander eine ganze Reihe von Rennflugzeugen herausbrachten.

Wie bei den meisten davon handelte es sich um einen einsitzigen, einmotorigen, abgestrebten Tiefdecker mit festem, verkleidetem, Spornfahrwerk, der speziell für Geschwindigkeitsrennen ausgelegt war. Gegenüber dem unmittelbaren Vorgänger, der Granville Gee Bee Z40, wurden einige Änderungen vorgenommen. So entstand die Gee Bee R-1 mit einem durch den verwendeten Motor bedingten Rumpfdurchmesser von 1,55 Meter bei einer Rumpflänge von nur noch 4,11 Meter. Der Rumpf war ein geschweißtes Stahlrohrfachwerk, in das durchbrochene Sperrholzspanten eingesetzt waren. Die Beplankung bestand teils aus Duralblech, teils aus Sperrholz. Der Führersitz befand sich nun unmittelbar vor dem Seitenleitwerk. Das Leitwerk und die Flächen mit zwei Holmen aus Holz sowie die ausgeglichenen Querruder waren ebenfalls mit Sperrholz beplankt.


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Der Erstflug der R-1 mit Russel Boardman am Steuer erfolgte am 13. August 1932. Er sollte die Maschine auch bei den National Air Races fliegen, verletzte sich jedoch bei einem Unfall mit einer anderen Granville Maschine. Für ihn sprang der später legendär gewordene Jimmy Doolittle ein. Bei der Shell Trophy erreichte er mit einem Pratt & Whitney R-1340 als Antriebsquelle eine Geschwindigkeit von 471,84 km/h, was deutlich über dem bestehenden Weltrekord für Landflugzeuge lag. Der offizielle Weltrekordversuch fand am 3. September 1932 statt. Die Maschine erhielt dazu ein vergrößertes Seitenruder und einen Verstellpropeller von Hamilton Standard. So ausgerüstet konnte mit 476,830 km/h ein neuer Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt werden. Doolittle gewann am 5. September 1932 mit derselben Maschine auch die Thompson Trophy.

Die R-1 erhielt daraufhin einen Pratt & Whitney R-1690 und wurde 1933 für die Bendix Trophy gemeldet. Die Maschine kam unmittelbar nach dem Start in Rückenlage und stürzte ab. Boardman verstarb an den Unfallfolgen.

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Der Bausatz:
Der Bausatz von Willams Bros. im Maßstab 1:32 ist vom Aufbau her recht einfach gehalten. Die Einzelteile sind ziemlich passgenau und sauber gegossen. Es besteht die Möglichkeit entweder die Version R1 oder R2 zu bauen, für die die entsprechenden Decals beiliegen.

Da dem Bausatz keine Masken für die Lackierung der Tragflächen und des Rumpfes beilagen, gestaltete sich die Angelegenheit recht aufwendig. Da der Bauplan aber eine 1:1 Zeichnung des Modells enthielt, konnte ich daraus die benötigten Masken selber erstellen. Also habe ich den Bauplan eingescannt, ausgedruckt die benötigten Teile ausgeschnitten und auf Abdeckfolie übertragen. Da diese Prozedur jeweils für die roten, sowie die weissen Bereiche nötig wurden, nahm die Lackierung weit mehr Zeit in Anspruch, als der Zusammenbau des reinen Bausatzes.




Abschließend gesagt:
Ein aussergewöhniches Flugzeuges und ein echter Eyecatcher in der Vitrine. Zwar ist der Bau simpel, aber die Lackierung um so anspruchsvoller.