Fiat G55 Serie 1 "Centauro" (Pacific Coast Models - 1:32)


Entworfen wurde die G.55 von Giuseppe Gabrielli. Der erste, noch unbewaffnete Prototyp dieses in aerodynamischer Hinsicht sehr verbesserten Modells startete am 30. April 1942 zu seinem Erstflug, erst der dritte und letzte hatte eine Kanone und vier MGs an Bord. Im März 1943 begann die Einsatzerprobung, allerdings hatte sich das italienische Luftfahrtministerium zu diesem Zeitpunkt schon zu einer Serienproduktion entschlossen.

Diese endete jedoch schon im September 1943 nach 16 G.55/0 und 15 G.55/1 für die Regia Aeronautica, sämtliche danach produzierten Maschinen gingen an die faschistisch-italienischen Luftstreitkräfte der Republik von Salò. Bis Kriegsende wurden noch 274 Centauro produziert, 37 weitere standen kurz vor der Fertigstellung. Dank seiner robusten Struktur, der ausgezeichneten Sicht sowie der Schnelligkeit und guten Manövrierfähigkeit war das Muster bei den Piloten sehr beliebt.


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Der Bausatz:
Zuerst einmal soll die gute und klar gezeichnete Bauanleitung genannt werden. Sie sorgte dafür, das beim Bau keine Fragen offen blieben. Die Teile waren sauber gegossen und absolut gratfrei. Vieleicht hätte man die Gußäste etwas dünner ausführen sollen. So jedenfalls blieben an den Teilen nach dem Lösen immer ziemlich kräftige Rückstände, die erst entfernt und geglättet werden mussten.
Die Passgenauigkeit ließ teilweise sehr zu wünschen übrig. So passten die Tragflächen so garnicht an den Rumpf, weil die Winkel und Rundungen - besonders auf der Oberseite - einfach nicht übereinstimmten. Hier war einiges an Evergreen-Profil, Spachtel und Schleifpapier gefordert.
Wenigstens tröstete der Bausatz mit einem beigelegten Bogen Ätzteile für Gurte, Instrumente, Kühler wieder etwas.

Der Bausatz ließ die Auswahl zwischen vier verschiedenen Lackierungen, die sehr schön, farbig auf einem gesonderten Beilageblatt abgebildet waren. Leider waren die Decals etwas dick geraten und mussten mit viel Decal-Weichmacher gebändigt werden.




Abschließend gesagt:
Ein nicht alltägliches Modell, das eine gewisse Elegance hat und in der Vitrine eine Abwechslung zu den häufigen Me 109, FW 190 und Spitfires bietet. Die Passgenauigkeit und die Decals könnten zwar besser sein, trotzdem fanden sich beim Bau keine Probleme, die mit etwas Übung nicht überwunden werden konnten.