De Havilland DH.88 (Marsh Modells) 1:32


Die De Havilland D.H.88 Comet war ein Flugzeug des britischen Flugzeughersteller de Havilland und wurde speziell für das Victorian Centenary Air Race - Luftrennen von Mildenhall, England nach Melbourne, Australien von 1934 entwickelt. Obwohl das Flugzeug über zwei Triebwerke mit relativ bescheidener Leistung von nur je 234 PS verfügte, hat es das Rennen gewonnen.

Die Comet war komplett aus Holz gebaut; die Außenhaut war mittragend ausgelegt. Die Maschine besaß einen langen, aerodynamischen Rumpf, der die Treibstofftanks aufnahm, da die unverstrebten Tragflächen hoher Streckung dafür zu dünn waren. Es wurden zweistufige Verstellpropeller und ein Einziehfahrwerk verwendet. Die Auslegung war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich.


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Das Flugzeug war aufgrund seiner extremen Auslegung schwierig zu fliegen. Es besaß eine hohe Landegeschwindigkeit, die nicht weit über der Abrissgeschwindigkeit (ca. 120 km/h) lag; die zweistufigen Verstellpropeller stellten sich automatisch von niedriger auf hohe Steigung um, ohne dass der Pilot Einfluss nehmen konnte, wann das geschah. Dieser Vorgang war auch nicht zwischen den beiden Motoren synchronisiert und passierte praktisch nie gleichzeitig.

Insgesamt wurden nur fünf Exemplare auf Bestellung gebaut. Geoffrey de Havilland, der unbedingt wollte, dass der Rennpokal des Victorian Centenary Air Race nach Großbritannien ging, bot in Zeitungsanzeigen an, ein Rennflugzeug für 5.000 Pfund zu bauen. Die Bestellungen gingen "blind" ein, denn bis dahin existierte nicht mal eine Entwurfszeichnung.
Die Flugzeuge kosteten letztlich über 50.000 Pfund pro Stück, so dass de Havilland das Ganze eher als gute Imagewerbung sehen musste verkauft wurden nur wenige Exemplare.




Der Bausatz:
Ein sehr gut ausgestatteter Mischbausatz. Rumpf, Tragflächen und Leitwerk bestehen aus sauber gegossenem Resin. Es mussten nur sehr wenige Anpassungsarbeiten vorgenommen werden. Fahrwerk und Propeller lagen aus Weißmetall bei. Das Cockpit bestand größtenteils aus Ätzteilen. Seiten-, Höhen- und Querruderflächen waren aus Spritzguss gefertigt und können auch ausgelenkt montiert werden. Die Kanzel, sowie der Bugscheinwerfer bestanden aus sehr dünnem tiefgezogenem Kunststoff und waren doppelt vorhanden.
Der Bau brachte keinerlei Schwierigkeiten mit sich. Natürlich war für die Resinteile die Verwendung von Sekundenkleber nötig. Der beigelegte Decalbogen ließ den Bau von unterschiedlichen in drei Farbvarianten Maschinen zu. Erstens die von mir gebaute rote G-ACSS, eine schwarze Maschine mit der Kennzeichnung G-ACSP und letztlich die british racing Grüne G-ACSR. Leider waren die Decals ziemlich dick und so mußte viel Weichmacher eingesetzt werden.





Abschließend gesagt:
Zwar kein Airliner, aber doch eine zivile Maschine. Der Bau hat Spaß gemacht und setzt ein farbenfrohes Highlight. Bis auf die etwas störischen Decals gab der Bausatz keinen Anlaß zur Kritik.