Boeing 727 "Lufthansa" (VEB Plasticart) 1:100




Die Boeing B-727 war mit 1832 gebauten Exemplaren eines der meistverkauften Passagierjets der Welt. Heute macht sich dieses Muster, durch immer neue Lärmvorschriften an europäischen Airports relativ rar. Selbst bei den Frachtgesellschaften, wo die 727 ihren zweiten Lebensweg bestritt, wird sie nach und nach durch modernere Maschinen ersetzt. Die Entwicklung dieses Kurz- und Mittelstreckenjets begann im Frühjahr 1956. Mit drei am Heck angebrachten Pratt & Whitney JT 8D-1 Mantelstromtriebwerke von je 6350 kg Schub, und somit einen sauberen Flügel, startete am 9.2.1963 die erste B-727-100 zu ihrem Erstflug. Der Bau der 727 begann als Eastern Airlines und United Air Lines je 40 Exemplare bestellten.

Viele Fluggesellschaften zeigten reges Interesse an den neuen Jet und bestellten bei Boeing. Ab Ende 1964 stand auch eine auf Fracht umrüstbare Variante, die B-727-100 C zur Verfügung. Insgesamt wurden 571 Exemplare gefertigt und im August 1976 lief die letzte Maschine der Serie 100 vom Band. Boeing entwickelte den Jet weiter und streckte den Rumpf um 6.10 m. Weiterhin wurden modernere Triebwerke und strukturelle Veränderungen vorgenommen und somit entstand die Serie 200 die am 27.7.1967 zu ihrem Erstflug startete.



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Der Bausatz:
Bei diesem Bausatz empfehle ich dringend die Qualität von Tamyia, Trumpeter, oder Doyusha zu vergessen. Erhabene Strukturen, schlechte Passgenauigkeit zeugen von dem biblischen Alter der ehemaligen DDR-Bausätze. Aber immerhin, kein aktueller Hersteller bietet im Moment eine Boeing 727 im Maßstab 1:100 an und somit blieb mir keine andere Wahl, als das Beste daraus zu machen. Es brauchte also eine Menge Spachtel- und Schleifarbeit um die Teile annähernd zusammen zu bringen.
Man sollte aber auch die hohe Stabilität des fertigen Modelles erwähnen. So ist der verwendete Kunststoff ziemlich dick und das Fahrwerk kann sogar zum "Rollen" benutzt werden.




Da ich wieder eine Maschine der Lufthansa bauen wollte, mußte ich die Decals selber herstellen. Die Wahl fiel auf die B 727 "Oberhausen" mit dem ehemaligen Kennzeichen D-ABIE die 1967 von der Lufthansa übernommen wurde. Meines Wissens flog die Maschine bis 1979 für die deutsche Airline, um dann an UPS verkauft und zur Frachtversion umgebaut zu werden.






Abschließend gesagt:
Der Vogel hat viel Arbeit gemacht und mir im wahrsten Sinne des Wortes "Schmerzen bereitet". Ich habe es beim Bau doch geschafft mir ausgerechnet an der rechten Hand eine tiefe Schnittwunde zu zufügen, die mit sieben Stichen genäht werden mußte und somit einen Baustopp zur Folge hatte. Ich kann also mit Recht sagen, das in das Modell mit "Herzblut" gebaut habe. (¿)