Diorama "Zwischen zwei Flügen" 1:24

Me109 G-2 Trop bei der Wartung !


Ich denke über die Me 109 G-2 muß ich nicht viel sagen. Darüber ist sicherlich schon ausführlich in Fachzeitschriften und dem Internet berichtet worden. Daher sag ich an dieser Stelle nur: "Erste Sahne" und beschreibe meine Um- und Anbauten, die zu diesem Diorama geführt haben.


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Auf einer Grundplatte (55x45cm) aus Holz habe ich das Diorama erstellt. Trumpeters vorzügliche Me 109 G-2 diente als Grundlage für den "Umbau" zur G-2 Trop. Da mir das aber noch nicht genügte, stattete ich sie mit einem E-Motor für den Propeller, einer funktionsfähigen Beleuchtung für Cockpit, Positionslampen und Hecklicht aus. Zusätzlich wurde unter die Grundplatte ein elekt. Soundmodul installiert und der Originalsound gespeichert. Ein verdeckter Lautsprecher unterhalb des Motors liefert die "fast" perfekte Illusion eines im Leerlauf drehenden DB 605.

Die bei diesem Bausatz ohnehin schon beweglichen Ruder und Landeklappen wurden noch um funktionsfähige Scharniere an den Motorabdeckungen erweitert. Zu guter Letzt habe ich den Zusatztank abnehmbar gestaltet, da sich die untere Motorabdeckung ansonsten nicht öffnen ließe. Die nötigen Decals wurden am Computer selbst erstellt.




Das Problem passende Figuren in diesem Maßstab zu bekommen löste ich, indem ich mir einen Satz Mechaniker aus dem Automodellbau ( Tamiya ITEM 24266) besorgte und diese mittels Säge und viel Milliput zu Flugzeugmechanikern umbaute. Da ich natürlich (wie immer) zuviel Milliput angeknetet hatte, konnte ich aus den Resten gleich noch ein paar Wüstenschlangen formen.




Ich machte mir zu Vorgabe, möglichst wenig Technik direkt in die "Gustav" einzubauen. Daher mußte bis auf den E-Motor und die Beleuchtung alles unter die Grundplatte wandern. Auch die Stromversorgung wurde, in Form von Batterien, im "Keller" eingebaut. Für die Steuerung baute ich mir eine Holzkiste, in die alle Schalter eingebaut wurden und somit von aussen zugänglich sind.




Der E-Motor wurde so gewählt, das er von den Abmessungen her unsichtbar in den Motorblock des Bausatzes passte. Zudem sollte die Drehzahl noch regelbar sein. Dazu schaltete ich ein Poti zwischen, das von aussen bedient werden kann. Die Stromversorgung für Motor und Beleuchtung mußte nun aber auch unsichtbar sein. Die Lösung waren 0,3 mm Silberdrähte, die ich als Bremsleitungen getarnt und dann durch die Felgen und Gummireifen auf den Boden führte. Das Modell steht nun auf Kontaktflächen und kann ohne Probleme und vor allem ohne sichtbaren Kabel von der Grundplatte genommen werden.

Die Beleuchtung besteht aus farbigen LEDs (3V). Zwei Weiße sitzen hinter dem Instrumentenbrett, dessen Instrumente ich vorher von hinten geöffnet hatte. Eine strahlt die Anzeigen direkt rückwertig an, während die Zweite in den Fußraum verbaut wurde, um so für eine indirekte Beleuchtung des Cockpits zu sorgen. Die Aktivierung der Positionslampen und des Hecklichtes im Seitenruder gestalteten sich schwieriger, da sie zu groß für eine Montage an den Tragflächenenden, bzw. dem Seitenruder waren. Dieses Problem wurde aber mittels 0,1mm starkem Lichtleiterkabel beseitigt, welches man z.B. über die Firma Conrad beziehen kann. So konnten die LEDs an Stellen montiert werden die genügend Freiraum dafür hatten.

Jetzt fehlte noch der Sound !
Conrad Elektronik lieferte den passenden digitalen VOICE-RECORDER ( Artikel-Nr.:115266-13). Darauf wurde der Sound eines im Leerlauf drehenden DB 605 aufgezeichnet und kann nun ebenfalls ausserhalb des Dioramas aktiviert werden. Für den Lautsprecher wurde unterhalb der Maschine ein Loch in die Grundplatte gesägt und vor der Modellierung des Bodens mit einem, in Weißleim getränkten Papiertaschentuches, abgedeckt. Nach dem Trocknen des Tuches konnte es besandet werden. Um für den Lautsprecher einen Resonanzraum zu schaffen, wurde er nach dem Einbau von unten mit einer kleinen Holzkiste verkleidet. Diese Maßnahme steigerte die Soundqualität entscheidend.




Nun steht meine "Wüsten-Gustav" also sicher geschützt unter Plexiglas, der Propeller dreht passend zum Sound und die Beleuchtung sorgt für Auflockerung. Genau so hatte ich mir es vorgestellt, als mir der Trumpeter Bausatz in die Hände fiel.
Übrigens, die Kosten für die eingebaute Elektrik beliefen sich auf ca. 35 Euro.

Hier ein kleines Video vom laufenden Motor. BF109.mpg ( 2,5 MB )